Produktion

Auf unserem Betrieb bewirtschaften wir eine Fläche von ca. 3,5 Hektaren (35'000m2). Diese teilt sich in folgende Kulturen und Flächen auf:

Obst

Äpfel
210 Aren
Birnen
30 Aren
Zwetschgen
15 Aren
Kirschen
25 Aren
Holunder
10 Aren
Quitten
5 Aren
Kiwi
10 Aren
Aprikosen
10 Aren

Beeren

Erdbeeren
15 Aren
Himbeeren
11 Aren
Johannisbeeren
6 Aren
Cassis
2 Aren

Total 350 Aren

Die einzelnen Anlagen befinden sich alle im Umkreis von wenigen 100 Metern um den Betrieb herum und weisen Grössen von 50 Aren bis 1,4 Hektaren auf. Die Flächen sind ziemlich eben und für den Anbau von Obst sehr gut geeignet. Auch sind die Böden, sprich die Zusammensetzung (PH-Wert) Humus, Lehm, Ton, Schluff, Steine), für Obst gut geeignet.

Für die Bewirtschaftung steht uns ein breites Arsenal an Maschinen zur Verfügung. Wichtigste sicher der Traktor. Auf seinem Sitz verbringen wir jedes Jahr unzählige Stunden, sei es zum Rasen mähen, zur Pflege der Kulturen oder zum Heimbringen der Ernte.

Da wir in einer Region leben, in welcher Hagel keine Seltenheit ist, haben wir in den letzten Jahren kontinuierlich den gesamten Betrieb mit Hagelnetzen zugedeckt. Einerseits spart man so die teuren Prämien der Hagelversicherung, anderseits kann man trotz Hagel im Herbst ernten. So kann es sein, dass sich die Investition ins Hagelnetz (rund Fr. 35'000-40'000.- pro Hektare) schon nach dem ersten Hagelschlag gerechnet hat. Und die Hagelnetze sind sehr strapazierbar, noch haben sie jeden Hagelschlag erfolgreich abgewehrt! Ein weiterer positiver Nebeneffekt: In einer gewittriger Nacht schläft man trotzdem ruhig und ohne Angst vor Hagel.

Wenn es im Sommer/Herbst in die Ernte geht, läuft es bei uns zu Hause auf Hochtouren. Damit alle Arbeiten erledigt werden können, stehen uns auch auf dem Betrieb die flinken Hände unserer Verkäuferinnen und Angestellten zur Seite.

Und wo bringen wir die Ernte unter? Für dies stehen uns verschiedene Kühlräume mit einer Kapazität von ca. 100 Tonnen zur Verfügung. Jede Frucht hat ihre eigenen Ansprüche. So werden z.B. Birnen in einem eigenen Kühlraum bei minus 1 bis 0 Grad gelagert, während Beeren in einem anderen, wärmeren Kühler untergebracht werden.

Für Äpfel, welche wir lange lagern, stehen uns zwei CA-Lager zur Verfügung. Was ist eine CA-Lagerung? Die CA-Lagerung hat entgegen vielen Meinungen nichts mit Gift oder Ähnlichem zu tun! CA (Controlled Athmosphere) sprich Kontrollierte Atmosphäre bedeutet nur, dass neben Luftfeuchtigkeit (gegen Wasserverlust des Obsts), Temperatur (kalte Temperaturen verlangsamen das Altern, sprich Reifen, des Obsts (Obst lebt!)), auch die Zusammensetzung der Luft beeinflusst wird. In der Kühlzelle wird der Gehalt an Sauerstoff von normal 21% auf 2-3% heruntergefahren, sowie der CO2-Gehalt von 0,2 auf 2-3% erhöht. Dies bewirkt, dass der Apfel langsamer atmet und so länger haltbar wird, da er weniger schnell nachreift.

Der Entzug des Sauerstoffs aus der Kühlzelle wird mit einem Adsorber vollzogen, ein Gerät, dass den Sauerstoff aus der Luft herausfiltert und die sauerstoffarme Luft in die Kühlzelle befördert. Einzig giftig an der ganzen Sache ist es, die Kühlzelle während der der CA-Lagerung zu betreten, da 2-3% Sauerstoffgehalt in der Luft für uns Menschen mit ein, zwei Atemzügen bereits den Tod bedeuten. Ansonsten hat das ganze wirklich nichts mit Gift zu tun.